Ja zum privaten Gestaltungsplan

Dieses Vorhaben schafft 48 Wohnungen, stärkt öffentlichen Raum, fördert nachhaltiges Bauen und bringt neue Begegnungszonen in Dietikon.

Argumente

48 neue Wohnungen
Das Projekt sieht den Bau von 48 neuen Wohnungen vor. Wer keine steigenden Mieten will, darf den Bau neuer Wohnungen nicht verhindern oder verzögern.

Demokratische Legitimation 
Das Projekt wurde durch die Geschäftsprüfungskommission des Parlaments und das Parlament selbst kritisch und umfassend geprüft und mit grossen Mehrheiten für gut befunden.

Innenentwicklung & Leitbild Stadtboulevard
Das Projekt setzt die politischen Zielsetzungen der Innenentwicklung konsequent um: Verdichtung dort, wo sie städtebaulich sinnvoll ist. Es trägt direkt zur Umsetzung des Leitbilds Stadtboulevard entlang der Limmattalbahn bei. Die Stadt Dietikon bezeichnet diesen Strassenabschnitt im Richtplan ausdrücklich als Entwicklungsachse mit höherer baulicher Dichte.

Öffentlicher Mehrwert
Über ein Viertel des Areals wird zu öffentlich zugänglichem Stadtraum entwickelt: Aufenthaltsbereiche, Grünräume, verbesserte Sichtbeziehungen, eine klare städtebauliche Fassung des Strassenraums. Das Projekt wertet damit nicht nur das Areal selbst, sondern das gesamte Zentrum auf.

Wirtschaftlichkeit & Realisierbarkeit
Ein verpflichtender Anteil preisgünstiger Wohnungen würde das Projekt massiv verteuern und die Realisierbarkeit gefährden – insbesondere wegen der kostenintensiven Erdgeschossnutzungen. Das Projekt ist so gestaltet, dass es ohne Subventionen umgesetzt werden kann. Die Kritik der Gegner berücksichtigt diese wirtschaftlichen Grundlagen nicht.

Transparenz & Gesprächsbereitschaft
RWD hat mit allen politischen Akteuren frühzeitig den Dialog gesucht. In den Verhandlungen mit dem Referendumskomitee verlief die Diskussion in folgenden Schritten:

Forderung des Komitees: Fünf der neuen 4.5-Zimmer-Wohnungen an der Poststrasse sollen dauerhaft zur Kostenmiete vermietet werden.

Gegenangebot von RWD: Erhalt der 64 sehr kostengünstigen bestehenden Wohnungen «Im Park» während 15 Jahren – statt nur fünf neue an der Poststrasse zu schaffen und die 64 abzureissen. Dieses Angebot wurde Bestandteil eines unterzeichneten Vertragsentwurfs, den RWD als Verhandlungsgrundlage einbrachte.

Reaktion des Komitees: Am 6. November 2025 stellte das Komitee ein Ultimatum mit Frist bis zu diesem Datum, andernfalls werde das Referendum vier Tage später eingereicht. Substanzielle Verhandlungen waren in dieser Zeit nicht mehr möglich.

Schluss: Das Komitee lehnte den Vertragsentwurf ab. Das Angebot von RWD-Verwaltungsratspräsident Michael Soormann, die Gespräche fortzuführen, blieb unbeantwortet. Am 10. November 2025 wurde das Referendum eingereicht.

Trotz eines Angebots, das mehr Wohnraum zu günstigen Mieten gesichert hätte, als das Komitee selbst gefordert hatte, kam es zum Referendum. Die Gründe dafür sind politischer Natur und stehen nicht im Zusammenhang mit der Qualität des Projekts.

Bedeutung für Dietikon
Das Projekt ist ein Pionierprojekt für die Entwicklung des Stadtboulevards und damit richtungsweisend für das gesamte Zentrum. Die Abstimmung entscheidet, ob der Stadtboulevard realisiert wird oder zentrale Flächen brach bleiben.